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Sommer der Überhitze: Neues Tool zeigt Hitze-Ungerechtigkeit in 37 europäischen Ländern
Während sich Europa schneller als jeder andere Kontinent erhitzt, belastet Hitze aber längst nicht alle Menschen gleich. Mit der neu präsentierten interaktiven Hitze-Ungleichheitskarte (Heat Inequality Map) macht das Momentum Institut sichtbar, wie es um Hitzebelastung und soziale Ungleichheit in Europa steht. Die interaktive Karte umfasst 1.345 Regionen in 37 europäischen Ländern und verbindet Klimadaten des Copernicus-Klimadiensts mit Sozialdaten von Eurostat.

Handels-KV: Fünftel der Angestellten mit Löhnen unter 2.500 Euro
Am Dienstag gehen die Kollektivvertragsverhandlungen für angestellte Beschäftigte im österreichischen Handel in die zweite Runde. Der Handel bildet das Rückgrat der Alltagsversorgung und sorgt dafür, dass Grundbedürfnisse der Bevölkerung jederzeit erfüllt werden können. Gleichzeitig liegt das Lohnniveau deutlich unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt, wie das Momentum Institut in einer Analyse zeigt. Auch für die Bundesländer zeigt die Auswertung erhebliche Unterschiede.

Weltspartag: Ordentliche Sparzinsen nur mit Befristung
Die Sparzinsen der Banken bleiben längerfristig mickrig. Attraktive Sparangebote zum Weltspartag laufen nach ein paar Monaten aus und fallen fast auf Nullzinsen zurück. Das zeigt ein Vergleich der Angebote zum Weltspartag, des Momentum Instituts. Die Denkfabrik empfiehlt der Bundesregierung, ein Sparbuch mit gesetzlichen Mindestzinsen einzuführen, damit Sparer:innen wieder langfristig ansparen können.

Flugabgabe könnte fallen, aber Öffi-Gebühren steigen
Höhere Preise für öffentliche Verkehrsmittel, gleichzeitig ein mögliches Steuergeschenk von rund 190 Millionen Euro jährlich an den Flugverkehr: Die Forderung nach einer Abschaffung der Flugabgabe ist sozial ungerecht, klimapolitisch kontraproduktiv und budgetpolitisch widersinnig, wie das Momentum Institut in einer Aussendung zeigt.

Eisenbahn-KV: Diskrepanz zwischen Auslastung und Beschäftigung
Zur zweiten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen mit den Eisenbahner:innen am Mittwoch, veröffentlicht das Momentum Institut eine Analyse zur Personalentwicklung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Die Auswertung zeigt ein deutliches Missverhältnis zwischen steigender Nachfrage und personellem Ausbau.

Kinderbetreuung: Niederösterreich und Burgenland holen auf – Oberösterreich und Steiermark sind Schlusslicht
Österreich ist im EU-Vergleich bei der Kinderbetreuung weiterhin im Hinterfeld: Das frühere EU-Ziel von 33 Prozent Betreuungsquote bei den unter 3-Jährigen wurde erst 2024, vier Jahre zu spät, erreicht. Zum neuen EU-Ziel von 45 Prozent bis 2030 fehlen mit einer aktuellen Quote von 36 Prozent noch neun Prozentpunkte. Doch weit schwerwiegender als die reine Betreuungsquote wiegt die Qualität des Angebots: Ein erheblicher Teil der Betreuung ist nicht mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern vereinbar, wie eine Detailanalyse des Momentum Instituts zur Kindertagesheimstatistik aus dem neuen Policy Brief "Kinderbildung und -betreuung: zwischen Betreuungsplatz und Vollzeitjob" zeigt.

Mindestpension und Mindestsicherung bleiben hinter Teuerung bei Grundbedürfnissen zurück
Zum Tag der Armut am Samstag, den 17. Oktober, macht das Momentum Institut auf eine zunehmende Schieflage im Sozialsystem aufmerksam. Die Preise für essenzielle Güter wie Miete, Energie und Lebensmittel haben sich seit August 2021 stärker erhöht als die staatlichen Ausgleichszahlungen im Rahmen der Mindestpension für bedürftige Pensionist:innen sowie bei der Mindestsicherung. Eine neue Grafik zeigt, wie sich diese Diskrepanz über die Jahre aufgebaut hat.

Erbschaften reduzieren Arbeitszeit
Während Arbeit in Österreich hoch besteuert wird, bleibt das leistungslose Einkommen durch Erbschaften de facto steuerfrei. Eine neue Analyse des Momentum Instituts zeigt nun: Wer erbt arbeitet im Schnitt weniger Stunden als Menschen ohne Erbschaft. Auch eine Erbschaft des Hauptwohnsitzes hat einen Einfluss auf die Arbeitszeit. Damit die Schieflage von Leistung durch Arbeit und leistungslosen Erbschaften korrigiert wird, empfiehlt die Denkfabrik die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer.

Lohntransparenz kann Frauen bis zu 2,7 Milliarden Euro im Jahr bringen
Österreich hat die EU-Umsetzungsfrist zur Lohntransparenz verstreichen lassen. Eine neue Analyse zeigt: Schon eine teilweise Verringerung der Lohnlücke könnte durchschnittlich rund 700 Euro brutto mehr pro Arbeitnehmerin und Jahr bedeuten.

