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Flugabgabe: Verzicht wäre rückwärtsgewandt

Statement zur Flugabgabe

Das Momentum Institut spricht sich gegen eine Abschaffung der Flugabgabe aus. Österreich solle seine Abgabe beibehalten, sich aber für eine EU-weite Flugabgabe einsetzen, damit Billigfluglinien Flughäfen nicht mehr gegeneinander ausspielen können.

Fluggesellschaften und Flughäfen haben Steuerprivilegien, von denen andere Unternehmen nur träumen können. Fluggesellschaften zahlen etwa keine Mineralölsteuer auf Flugbenzin - anders beim Güter- und Personentransport auf der Straße. Eine Mehrwertsteuer auf internationale Personenflüge fällt auch nicht an. Vom europäischen Emissionshandel sind außereuropäische Flüge weitgehend ausgenommen. Heimische Flughäfen profitieren zudem davon, dass für den Grundbesitz zum Betrieb des Flughafens keinerlei Grundsteuer anfällt.

"Österreich darf sich nicht von Billigfluglinien erpressen lassen. Fliegen ist eine der ungerechtesten Mobilitätsformen für das Klima. Eine Flugabgabe ist notwendig, um Vielfliegen einzudämmen und das Klima zu schützen. Einige Wochen nach einer Rekordtrockenheit im Sommer und zwei Wochen vor der internationalen Klimakonferenz wollen Landeshauptleute die Flugabgabe abschaffen. Vom Klimaschutz bleibt nichts mehr übrig", sagt Oliver Picek, Chefökonom am Momentum Institut.