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Lohnnebenkostensenkung: Mit Gegenfinanzierung drohen Arbeitsplatzverluste
Für 2027 hat die Bundesregierung unter Budgetvorbehalt eine Lohnnebenkosten-Senkung vereinbart. Ohne Gegenfinanzierung wird sie zum Milliardengrab für das Budget, wie eine Auswertung des Momentum Instituts zeigt. Mit Gegenfinanzierung drohen aber netto Arbeitsplatzverluste (netto meint durch Lohnnebenkostenkürzung entstandene Arbeitsplätze abzüglich verlorener Arbeitsplätze durch Gegenfinanzierung). Denn Kürzungen bei anderen staatlichen Aktivitäten – weniger Wohnungsbau, weniger soziale Dienstleistungen – kosten mehr Jobs als eine Lohnnebenkostensenkung bringen würde. Angesichts des schleppenden Wirtschaftsaufschwungs mit weiterhin steigender Arbeitslosigkeit sollte die Bundesregierung ihr Geld effektiv einsetzen, empfiehlt das Momentum Institut.

Erbschaftssteuer: Wer wie viel zahlt
Am Mittwoch bringen Die Grünen laut Medienberichten einen dringlichen Antrag zur Erbschaftssteuer im Nationalrat ein. Das Momentum Institut hat analysiert, für wen im Schnitt wie viel Erbschaftssteuer fällig würde. Die Analyse zeigt: für die unteren 98 Prozent der Haushalte fallen 0 Euro Erbschaftssteuer an.

re:publica Vienna 2026: Europas größtes Festival für die digitale Gesellschaft kommt nach Österreich
Am 2. und 3. Oktober 2026 feiert die re:publica Vienna ihre Premiere und bringt das wichtigste europäische Festival für digitale Gesellschaft, Politik, Technologie und Kultur erstmals nach Österreich. Gemeinsam mit dem Momentum Institut und dem Magazin MOMENT.at als lokalem Host soll ein neues, dauerhaftes Leuchtturm-Event im deutschsprachigen Raum entstehen – demokratisch, progressiv, digital, feministisch und gesellschaftspolitisch relevant.

Verbund: Österreich-Tarif wird zur Enttäuschung
Der Stromkonzern Verbund hat die Details seines neuen Österreich-Tarifs vorgestellt. Er gilt – unerwarteterweise – nur vorübergehend für ein Jahr. Das Momentum Institut empfiehlt eine deutliche Nachbesserung, damit die Bundesregierung ihr Versprechen von günstigerem Strom einhalten kann.

Neues Buch: Funkenschwestern – Wie Feminismus alles besser macht von Barbara Blaha
Am Donnertag, dem 12. Februar 2026, erblickt das neue Buch von Barbara Blaha 'Funkenschwestern. Wie Feminismus alles besser macht.' das Licht der Welt. Damit legt die Leiterin des Momentum Instituts ein faktenbasiertes feministisches Buch vor, das zeigt, warum Ungleichheit kein individuelles Versagen, sondern ein ökonomisches und politisches Systemproblem ist. Funkenschwestern untersucht Machtverhältnisse von der Kindheit bis zur Politik, von Arbeit und Geld über Beziehungen bis hin zu Gewalt im Alltag. Dabei argumentiert Barbara Blaha konsequent faktenbasiert und ökonomisch und positioniert Feminismus nicht als Lifestyle oder Moralfrage, sondern als politische Notwendigkeit.

E-Mobilität in Österreich: EU-weiter Mittelfeldplatz, regional starke Ladeinfrastruktur aber EU-Politik schwächt Klimaziele
Österreich liegt im EU-Vergleich bei der Dichte an E-Ladestationen auf Platz 6 und damit deutlich über dem EU-Schnitt. Weiters gibt es in den Bundesländern Österreichs starke Unterschiede hinsichtlich der Ladeinfrastruktur, wie eine aktuelle Auswertung des Momentum Instituts zeigt. Dass die EU das Verbrenner-Aus aufgeweicht hat, wenngleich die Zahlen einen enormen Zuwachs in der Elektromobilität zeigen, ortet das Institut als Rückschritt.

Wiedereinführung von Erbschaftssteuer überfällig
Seit Jahrzehnten tragen Steuern auf Erbschaften und Schenkungen keinen Beitrag zum Steueraufkommen mehr bei, 2008 ursprünglich nur temporär abgeschafft, wartet Österreich seither auf ein Steuer-Update hinsichtlich vermögensbezogener Steuern. Während das aktuelle Budgetloch unter anderem durch harte Einschnitte bei etwa Sozial- und Familienleistungen aufgebessert werden soll, bleiben Extremreiche weiterhin unterbesteuert. Das Momentum Institut weist in einer Aussendung darauf hin, dass mit einer Erbschaftssteuer gezielt die allerreichsten Haushalte in Österreich einen gerechteren Beitrag leisten können.

Corporate Tax Refusal Day: Steuertricks kosten Österreich 1,3 Milliarden Euro
Der „Corporate Tax Refusal Day“, der Tag der Steuerverweigerung, fällt heuer auf den 5. Februar. Am Donnerstag ist der erste Tag des Jahres, ab dem multinationale Unternehmen, die in Österreich tätig sind, aufs Jahr gerechnet Steuern auf ihre Gewinne zahlen. Davor vermeiden sie die Besteuerung in Österreich, indem sie ihre hierzulande erzielten Gewinne in Niedrigsteuerländer verschieben. Durch die Verschiebung von Konzerngewinnen in Steuersümpfe entgehen Österreich allein 2025 rund 1,3 Milliarden Euro an Einnahmen, wie eine Analyse des Momentum Instituts zeigt.

Semesterferien: Skiurlaub in vielen Bereichen erneut teurer
In einigen Bundesländern laufen die Semesterferien bereits, in den übrigen starten sie kommende Woche. Eine aktuelle Auswertung des Momentum Instituts zu typischen Kosten rund um den Skiurlaub zeigt: Viele Ausgaben sind heuer deutlich teurer als im Vorjahr – besonders stark ist das bei der Anreise zu sehen. Gleichzeitig sind einzelne Posten aber auch günstiger geworden.

Ölpreis fällt, Zapfsäule bleibt teuer: Preisaufschläge belasten Haushalte
Während die Rohölpreise deutlich gesunken sind, bleibt die Entlastung für Autofahrende an der Zapfsäule weitgehend aus. Neue Auswertungen des Momentum Instituts zeigen: Der entscheidende Preistreiber sind weiterhin hohe Aufschläge entlang der Lieferkette. Das fällt in eine Phase, in der viele Haushalte zum Start der Semesterferien am Samstag auf das Auto angewiesen sind. Die Bundesregierung hat zwar eine Spritpreis-Kommission eingesetzt, die am 29. Jänner erstmals zusammentrat. Doch die aktuellen Zahlen zeigen, wie dringend der Handlungsbedarf ist.

“Kanzlerformel”: Wie die Regierung 2-1-0 erreichen kann
Bundeskanzler Stocker hat mit dem 2-1-0 Plan die wirtschaftspolitischen Ziele der Bundesregierung für 2026 ausgegeben: 2 Prozent Inflation, 1 Prozent Wirtschaftswachstum. Dazu kommt, dass das Budgetdefizit bis 2028 auf 3 Prozent sinken soll. Die Regierung wird aus heutiger Sicht ihre Ziele ein Stück weit verfehlen. Das Momentum Institut schlägt im Vorfeld der Rede von Bundeskanzler Stocker am Freitag zur Abhilfe Maßnahmen vor: Ein kleines Konjunkturpaket für mehr Wachstum, weitere preissenkende Maßnahmen gegen die hohen Lebenshaltungskosten, sowie wachstumsschonende Steuererhöhungen gegen das Budgetdefizit.


