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Industriestrategie: Gute Ansätze, aber ohne Antworten auf große Fragen
Das Momentum Institut sieht in der neuen Industriestrategie der Bundesregierung sinnvolle Einzelmaßnahmen, aber gravierende strategische Lücken. Positiv bewertet werden die stärkere Fokussierung der Forschungs- und Unternehmensförderung auf Schlüsseltechnologien und deren Firmen-Ökosystem sowie neue Instrumente wie der geplante Scale-up-Fonds, um neuen Unternehmen mit Finanzbedarf Geld zu verschaffen. Gleichzeitig fehlen zentrale Antworten auf Nachfrage, Energiepreise, internationale Konkurrenz und Finanzierung.

Regierungsklausur: Preisdämpfende Maßnahmen bringen Ersparnis
Die Bundesregierung greift endlich stärker in die Preise bei Lebensmitteln und Energie ein. Die Mehrwertsteuersenkung entlastet ärmere Haushalte relativ zum Einkommen stärker. Die Strompreise werden gesenkt, beide Maßnahmen zusammen bringen durchschnittlichen Haushalten, die zum Verbund wechseln, im Jahr rund 325 Euro Ersparnis, wie das Momentum Institut berechnet hat.

Fehlender Teuerungsausgleich: Familien und Arbeitslose verlieren stark an Kaufkraft
Mit 1. Jänner 2026 setzt die Bundesregierung die Inflationsanpassung zahlreicher Sozialleistungen für zwei Jahre aus. Betroffen sind Familienleistungen wie Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und Kinderabsetzbetrag. Leistungen, die in den letzten zwei Jahrzehnten ohnehin an Kaufkraft verloren haben. Das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe wurden gar nicht erst in den jährlichen Anpassungsmechanismus aufgenommen.

Teuerung bleibt 2026 strukturelles Problem
Auch 2026 wird es in Österreich teurer. Die aktuelle Übersicht von bereits absehbaren Preisentwicklungen zeigt: Während einzelne staatliche Abgaben sinken, steigen auch im kommenden Jahr jene Kosten weiter, die für das Leben unverzichtbar und alternativlos sind: Wohnen, Energie, Mobilität und Lebensmittel. Das zeigt eine Analyse des Momentum Instituts.

Stellenabbau: Österreich-Karte gibt Überblick über landesweiten Job-Abbau
Eine neue Auswertung des Momentum Instituts zeigt: Der Stellenabbau 2025 ist kein punktuelles Problem einzelner Regionen, sondern zieht sich durch ganz Österreich. Die Karte der in Medienmeldungen dokumentierten Fälle von angekündigtem Stellenabbau und größeren Insolvenzen macht sichtbar, dass Jobverluste gleichzeitig in industriellen Zentren, bei Zulieferern sowie in Handel und Dienstleistungen auftreten. Damit verdichtet sich der Eindruck einer breiten konjunkturellen Schwäche, die sich längst am Arbeitsmarkt niederschlägt.

Elektrizitätsabgabe: Ohne Preiseingriffe bleibt Strom teuer
Die Bundesregierung senkt ab 2026 die Elektrizitätsabgabe auf Strom. Die Maßnahme reicht nicht aus, um die massiv gestiegenen Strompreise nachhaltig zu dämpfen, wie eine Analyse des Momentum Instituts zeigt. Deutlich günstiger wird Strom nur dort, wo die Bundesregierung in die Preise eingreift – etwa mit einem Sozialtarif.

KORREKTUR: Teuerung: Österreich hat ein Mietpreisproblem – Befristungen verdoppelt
KORREKTUR: DER TITEL IN DER ERSTEN GRAFIK WURDE KORRIGIERTDie Mieten in Österreich stiegen mehr als dreimal so stark wie in Deutschland, wie eine Analyse des Momentum Instituts zeigt. Die Kurven der beiden Länder laufen seit Jahren auseinander – seit Beginn der Hochinflationsphase 2022 noch drastischer. Weiters verschiebt sich die Tendenz immer mehr hin zur befristeten Vermietung von Wohnraum – das befeuert die prekäre Situation für Mietende weiter. Die Denkfabrik empfiehlt Wohnraum nur noch in konkreten Situationen – etwa bei Eigenbedarf oder Sanierung – befristet zu vermieten und bei der Mietpreisbremse noch nachzujustieren.

Teuerung: Österreich hat ein Mietpreisproblem – Befristungen verdoppelt
Die Mieten in Österreich stiegen mehr als dreimal so stark wie in Deutschland, wie eine Analyse des Momentum Instituts zeigt. Die Kurven der beiden Länder laufen seit Jahren auseinander – seit Beginn der Hochinflationsphase 2022 noch drastischer. Weiters verschiebt sich die Tendenz immer mehr hin zur befristeten Vermietung von Wohnraum – das befeuert die prekäre Situation für Mietende weiter. Die Denkfabrik empfiehlt Wohnraum nur noch in konkreten Situationen – etwa bei Eigenbedarf oder Sanierung – befristet zu vermieten und bei der Mietpreisbremse noch nachzujustieren.

Grundsteuer: Österreich liegt im internationalen Vergleich weit zurück
Österreich hebt aus Steuern auf Grund und Boden im internationalen Vergleich äußerst geringe Einnahmen ein. Mit lediglich 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) liegt das Land auf Rang 32 von 38 führenden Industriestaaten. Nur sechs OECD-Länder erzielen noch geringere Einnahmen aus Grundsteuern. An der Spitze steht das Vereinigte Königreich, das 2,8 Prozent seiner Wirtschaftsleistung durch Steuern auf Grund und Boden einnimmt. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 0,95 Prozent, innerhalb der EU bei 0,69 Prozent. Länder wie Frankreich, Griechenland, Belgien, Dänemark und Italien setzen besonders stark auf Grundsteuern und erzielen damit Einnahmen von bis zu zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung. Das zeigt ein aktueller Vergleich auf Basis von Daten der OECD.

Christkin(d)flation: Geschenke heuer um bis zu 12,8 Prozent teurer
Typische Weihnachtsgeschenke sind heuer um bis zu 12,8 Prozent teurer als noch vergangene Weihnachten, wie eine Analyse des Momentum Instituts auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Die Preise für etliche „Packerl“ unter dem Christbaum sind deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Inflationsrate.

HFCS 2025: Österreichs Vermögensschieflage wächst – Norwegen zeigt Ausweg
Am Donnerstag erscheint die fünfte Welle des Household Finance and Consumption Survey (HFCS). Er zeigt, dass ein kleiner Teil der Bevölkerung einen Großteil des Vermögens besitzt, während die ärmere Hälfte der Bevölkerung fast kein Vermögen besitzt. Das Momentum Institut empfiehlt die Wiedereinführung von vermögensbezogenen Steuern, um die Vermögensungleichheit und das Budgetdefizit zu senken. Das Institut verweist als Vorbild auf die erfolgreiche Erhöhung der Vermögensteuer in Norwegen.

Inflation bei Gesundheitskosten überholen allgemeine Teuerung
Anlässlich der neuen Inflationszahlen am Dienstag, hat das Momentum Institut die Kostenentwicklung im Gesundheitsbereich unter die Lupe genommen. Die Analyse zeigt: Im Vorjahresvergleich sind die Gesundheitskosten im Oktober 2025 deutlich teurer geworden als das allgemeine Preisniveau. Während die allgemeine Inflation zum Vorjahresmonat bei 4,0 Prozent lag, betrug die Teuerung im Bereich Gesundheitspflege (statistische Überkategorie von Gesundheitsausgaben) insgesamt 5,0 Prozent. Eine Detailauswertung des Momentum Instituts zeigt, dass zentrale Gesundheitsausgaben nochmals deutlich darüber liegen.

