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Statement Energiekrisenbeitrag
Statement Energiekrisenbeitrag
Das Momentum Institut begrüßt die neue Strompreisbremse für Haushalte (Energiekrisenmechanismus), kritisiert aber, dass die Bremse nicht sofort greift. Der nächste Energiepreisschock bei Strom, Gas und Sprit rollt bereits an. Doch der Strompreis (Energiepreis) müsste für Haushalte im Schnitt noch um weitere 18 Prozent steigen, bevor der Energiekrisenmechanismus ausgelöst wird.

Der Energiepreis einer durchschnittlichen Stromrechnung (Verbrauch 3500 kWh im Jahr, 13,99 Cent Nettoarbeitspreis, ohne Netzentgelte) könnte noch um 88 Euro steigen, bevor der Schutzmechanismus in Kraft tritt und den Preis deckelt. Für Kundschaft, die Strom günstiger eingekauft haben, würde der Preisanstieg bis zur Deckelung noch deutlicher ausfallen. Der Energiepreis im Verbund-Österreich-Tarif (13,04 Cent pro kWh) könnte noch um 121 Euro und jener aus dem günstigsten Stromangebot laut E-Control (9,66 Cent pro kWh) um 239 Euro steigen.
"Die kommende Inflationswelle gilt es früh abzufangen, nicht erst, wenn die Preise schon explodiert sind", empfiehlt Paul Steinmaßl, Ökonom am Momentum Institut.
Österreichs Landesenergieversorger, der Verbund und die OMV haben zusammen zwischen Ende 2022 und inklusive 2025 Übergewinne von rund 12,1 Milliarden Euro gemacht. Über die aktuelle Übergewinnsteuer (Energiekrisenbeitrag) wurden davon bisher lediglich 0,9 Milliarden Euro, also 7,5 Prozent, abgeschöpft.
"Der Spielraum für niedrigere Stromrechnungen für Haushalte und Betriebe ist jetzt schon da", so Steinmaßl.

Positiv ist, dass es überhaupt eine Strompreisbremse gibt. Hätte es die Strompreisbremse in der letzten Krise in dieser Form gegeben, hätte sie von September 2022 bis Dezember 2024 die Preise teilgedeckelt – bis zu einem Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden.